Sterz 90: Geld

Herausgeber: Klaus Kada, Heinz Musker, Herbert Nichols-Schweiger, Dieter Schoeller, Heimo Steps, Peter Strasser, Gerd Tiefner† und Heribert Watzke.
Redaktion: Gernot Lauffer, Ludwig Frege. Gestaltung: Gernot Lauffer. Belichtung: ReproSystem, Druck: styrian gmbh, Papier: Ricarta recycling von PaperNet Graz.

Zu diesem Heft
Beim Geld hört der Spaß auf, sagt des Volkes Mund, auf jeden Fall macht es Probleme, egal, ob wir eines oder keines haben. Für die wenigsten ist es ein Freund oder zumindest ein nützliches Mittel. Mangelt es an ihm, ist es der Bote des Übels und wird stellvertretend für die gehasst, die (angeblich) dahinter stecken. Geld wird aber auch als Vermittler von “Glück” gesehen, weil damit alles zu kaufen sei, nur es selbst nicht, sagt zumindest der Kalenderspruch. Es soll nämlich ein Vogerl sein ..., erwisch einer einmal einen Spatzen ...
Geld verändert die Beziehungen. Verliehenes Geld ruft eher Hass hervor als Dankbarkeit, überhaupt, wenn es zurückgefordert wird. Und zu viel davon zu haben, scheint auch kein Segen zu sein. Die Lotto-Millionäre können ein Lied davon singen wie auch die reichen Leute und deren Kinder. Wenn materielle Zuwendungen ihren Wert verlieren, bleibt das “... hat ja eh genug, ... könnte ruhig mehr ...”. Mit dem massenhaften Vorhandensein ist offensichtlich nicht leichter umzugehen als mit der Knappheit. Die Sorgen der Reichen sollen ja auch viel größer .... Im Geld schlägt sich offenbar die Hybris der menschlichen Natur nieder.

SterzDank
Der SterzDank ist wie immer immaterieller Natur. Sterz entlohnt die Beiträger mit dem Aufwand, aus vielen in Form und Qualität sehr unterschiedlichen Zusendungen ein Ganzes zu machen, das die Ansprüche der Kreativen wie auch der SterzLiebhaber in etwa befriedigt. Diese Vermittlung ist naturgemäß eher unbedankt, werden doch immer Erwartungen beider Seiten unerfüllt bleiben. Was wär das schon für ein Gesamtkunstwerk, wenn ihm der Ruch der Vollkommenheit anhinge? Aber wer im Sterz mitmacht, kriegt das “ewige Leben” in den (Tief)Speichern der Bibliotheken. Für alle (?) Zeiten wird dort zu erfahren sein, wer im Sterz welchen Beitrag veröffentlicht hat. Dazu gehören auch die SterzInserate, die sich der kommerziellen Anonymität entziehen. Wer wüsste z. B. noch von der guten alten Länderbank, wäre sie nicht in den ewig jungen frühen Sterzen so markant gegenwärtig?

Der (über)nächste Sterz: Identität/en
Der nächste Sterz scheint sich wieder zu einer Spontanausgabe zu entwicken, Themenzurufe von außen sind ja sehr belebend, danach aber gehts an das ausgemachte Eingemachte unserer Wesensheit, um Identität/en. Ein-, Aus-, Auf-, Ab- und Umsichten zu dieser zentralen Selbst- und Fremdbespiegelung sind willkommen.

Autor/in Beitrag Foto / Grafik
Brigitte Gauss/SterzTitel “... dass man Geld nicht essen kann”. Brigitte Gauss
Sterz Impressum. Inhalt. Zu diesem Heft. Peter Pongratz
Willi Hengstler Geld oder Leben. Peter Pongratz
Verena Blecher Lohnrunde.
Christian Hussel Du ‘n’ ich.
Martin Staufner NY Tagebuch 18. Martin Staufner
Anton G. Leitner Deutsche Vermögens Schutz, Staffel e. V.
Gerhard Streminger Abendland.
Peter Paul Wiplinger Sandler, Kärntnerstraße, Wien. Peter Paul Wiplinger
W. Herbst / G. Jaschke Vom Häkchen zum Haken. Frank Nikol
Hans Georg Bulla Vorschmecken. Frank Nikol
Markus Prem karriere. Frank Nikol
Thomas Schweisthal Falschgeld. Frank Nikol
Gerald Noebel vergelds gott. Frank Nikol
Saza Schröder Märchenhaft. Frank Nikol
Ernst R. Kilian Manhattan Money Memorial. Michael Pinter
Bernd Niquet Wie das Geld uns alle zu Kaninchen macht.
W. Berger / M. Moser Ethik und Werttheorie. Julian Aufgewekt
Berger & Moser Seminar Philosophie des Geldes. Karl-Heinz Pieler
Fabian Reimann Herzlich willkommen. Bankomatgespräche. Fabian Reimann
Helmut Eisendle Das Geld ist eine dritte Hand.
Lampalzer/Oppermann He thought he was a famous artist. Lampalzer/Oppermann
Hans Haller Latein für Europayer. Josef Fürpaß
Susanne Althen Ist Zeit Geld? Jack Bauer
Michael Kanofsky Summa summarum. Jack Bauer
Gerhard Ruiss Grenzenloses Aufsehen. Andreas Gratze
Rudolf Aubrunner Durch alle Ritzen. Michael Blümel
Irmhild Oberthür Kleingeld.
Stefan Schmitzer Genuagestammel. Michael Blümel
Josef Zuck-Geiszler Der Socken.
Krätschmer/Schwarzenberger Phantasien aus der Zelle. K.U.SCH.
Berndt Rieger Der Arsch der Münze.
Hahnrei Wolf Käfer Money makes the world go round. Friedrich Bastl
Thomas Northoff Der erste freundliche Wiener. Anna Margaretha Spohn
Christian Enggassner Bischöfe aus Plüsch. Anna Margaretha Spohn
Georges Hausemer Lose Zähne.
Brigitte Gauss „Kohle“ – Geschenkgutscheine. Brigitte Gauss
Jürgen Landt treppdich.
Manfred Chobot Das Balispiel. Franz Basdera
Wolfgang Korte Der grosse Wurf. Franz Basdera
Gerhard Jaschke Geld und Leben. Nachrichten.
Rolf Bier Moving Money. Rolf Bier
SchäferShop Modern Office Markus Stieber (©un’t)
Siemens LITERATniktechTUR 2002 Markus Stieber (©un’t)

P. u. H. Bauer ReproBauerDigital Markus Stieber (©un’t)
RennerInstitut Mehr Power für die Steiermark Markus Stieber (©un’t)
Grazer Stadtwerke AG Freizeit, Wasser, Energie Markus Stieber (©un’t)
Kapsch Kann alle Partner super vernetzen Markus Stieber (©un’t)
Josef Bognar Allerhandcafé Kaiser Josef Markus Stieber (©un’t)
Steirische Volkspartei www.kunstboerse-steiermark.at
Graz 2003 Graz darf alles LOWE GGK